Z-Punkt – Ihr Partner für Projekt Readines Check

Project Readiness Check
elobau
Projektbeispiel
Stand 26. Oktober 2026
Kurzfassung
Der Project Readiness Check lieferte einen differenzierten Befund und daraus abgeleitete Massnahmen. Nach deren Umsetzung zeigte eine zweite Messung, dass die relevanten Werte nach oben gingen — auf dieser Grundlage wurde der Kick-off terminiert und gehalten.
Steckbrief
Unternehmen: elobau — Bedienelemente, Maschinensicherheit, Füllstandsmessung und Sensorik
Auftraggeberin: ensian group GmbH, Leutkirch im Allgäu — Führungsgesellschaft der elobau-Gruppe
Mitarbeitende: rund 1.100
Standorte: Stammsitz Leutkirch im Allgäu, Tochtergesellschaften in Grossbritannien, den USA, China, Brasilien, Frankreich, Japan und Schweden
Kundenbranchen: Agrarfahrzeuge, Baumaschinen, Flurförderfahrzeuge und mobile Arbeitsmaschinen, industrielle Anwendungen, gas- und explosionsgefährdete Umgebungen, Lebensmittelindustrie
Besonderheit: Stiftungsunternehmen seit 2016 — das Unternehmen gehört sich selbst
ERP-System: SAP
Sponsor: Bernhard Kernen, CFO ensian group
Eingesetzte Instrumente: Evaluationsbegleitung, Project Readiness Check mit Erst- und Deltamessung
PRC im Mandat: Kern des Auftrags, parallel zur Schlussphase der Evaluation
Umfang PRC: kundenspezifisch zugeschnitten, mit Erst- und Deltamessung
Durchlaufzeit PRC: rund 5 Wochen Erstmessung · rund 4 Tage Deltamessung

Ausgangslage und Leitfragen
elobau stand in der Schlussphase der ERP-Evaluation. Drei Systemanbieter waren noch im Rennen, die Deep-Dives liefen, der Kick-off für die Implementierung war nicht mehr weit.
Z-PUNKT flankierte diese Schlussphase: Anforderungskriterien, Deep-Dive-Workshops, Kostenindikation für die erste Projektphase und die mögliche Zielarchitektur. Das war nicht nur Unterstützung, sondern auch Methode — wer ein Unternehmen von oben nach unten und quer durch die Bereiche versteht, kann anschliessend die Projektvorbereitung belastbar beurteilen.
Denn das war der eigentliche Auftrag. In einer Phase, in der Zuversicht und Risiko gleichzeitig am höchsten sind, liegt die Aufmerksamkeit der Organisation auf der Anbieterwahl; die Frage, ob sie selbst für das Projekt eingerichtet ist, stellt selten jemand. Die Geschäftsleitung hat sie gestellt:
Ist unsere Organisation strukturell und kulturell auf ein Vorhaben dieser Grössenordnung eingerichtet?
– Sind Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege für das Projekt geklärt — nicht für den Normalbetrieb?
– Stehen die Ressourcen zur Verfügung, die das Projekt tatsächlich binden wird?
– Sind wir und der künftige Implementierungspartner auf dasselbe Zielbild ausgerichtet?

Der Project Readiness Check
Der Check wurde auf die Situation zugeschnitten: dasselbe Bewertungsmodell und dieselben Massnahmen-Cluster wie in den Standardpaketen, Umfang und Tiefe jedoch auf die Grösse des Vorhabens angepasst. Bewertet wurden die vier Dimensionen des Modells — organisatorischer Reifegrad, Klarheit und Scope, Readiness des Projektteams sowie Projektmanagement.
Rund fünfzehn Ansprechpartner aus Geschäftsleitung, Fachbereichen und künftigem Projektteam wurden in Einzel- und Gruppengesprächen zu je etwa zwei Stunden einbezogen, ergänzt um Dokumenten- und Desktop-Analyse. Die Erstmessung nahm rund fünf Wochen in Anspruch.
Besonderheit dieses Mandats: Nach der Umsetzung der Massnahmen folgte eine Deltamessung von rund vier Tagen. Damit wurde aus der Momentaufnahme ein Verlauf — sichtbar wurde nicht nur der Stand, sondern die Richtung.
Befunde und Massnahmen
Die Erstmessung zeigte Handlungsfelder in Struktur, Kultur, Rollen, Prozessen und Ressourcen. Konkret hiess das unter anderem:
– Projektteam und Rollen waren noch nicht festgelegt
– Ein gemeinsames Zielbild für das Vorhaben fehlte
– Der Scope war fachlich noch nicht auf Prozessebene geschärft
– Projektarbeit und Projektrhythmus waren als Arbeitsform noch nicht etabliert
– Kunde und künftiger Anbieter hatten keine gemeinsam abgestimmte Planungs- und Governance-Grundlage
Der Check mündete in eine Readiness-Roadmap mit klar benannten Arbeitspaketen:
– Festlegung des Projektteams inklusive Rollendefinitionen
– Entwicklung eines gemeinsamen Zielbildes
– Scope-Definition über eine Prozessliste (BPML)
– Etablierung von Projektarbeit und Projektrhythmus
– Synchronisation und Abstimmung mit dem Implementierungspartner
– Begleitung der Budget-Scope- und Vertragsphase
– Gemeinsame Phasen- und Meilensteinplanung
– Ein gemeinsam abgestimmtes Projekthandbuch
Ein Befund ging über das ERP-Projekt hinaus: elobau hatte nicht ein Vorhaben vor sich, sondern mehrere. Neben der ERP-Einführung standen weitere Digitalisierungsinitiativen in der Planung — mit konkurrierenden Anforderungen, inhaltlichen Abhängigkeiten und denselben Schlüsselpersonen in mehreren Rollen. Das machte eine Priorisierung über alle Initiativen hinweg erforderlich, nicht nur eine Vorbereitung des ERP-Projekts.
Keines dieser Felder war ein Versäumnis. Ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten erfolgreich produziert, ist auf den laufenden Betrieb eingerichtet — nicht auf ein Transformationsvorhaben, das es alle zehn bis fünfzehn Jahre durchläuft. Sichtbar zu machen, was sich dabei unterscheidet, ist der Zweck des Checks.
Ergebnis und Nutzen
Die Readiness-Roadmap wurde realistisch terminiert. Dabei wurde deutlich, dass die Vorbereitung mehr Zeit brauchte als ursprünglich eingeplant. Der ERP-Kick-off wurde entsprechend terminiert, und die Digitalisierungsinitiativen wurden zu einem gestuften Programm gebündelt.
An den Massnahmen haben Kunde, Implementierungspartner und Z-PUNKT gemeinsam gearbeitet. Die Deltamessung im Herbst zeigte, dass die relevanten Werte nach oben gingen — nicht überall gleich stark, aber weitgehend in die richtige Richtung.
Der Kick-off erfolgte im Januar wie geplant.
Z-PUNKT hat die Vorbereitungsphase begleitet — im Schulterschluss von Kunde, Anbieter und Beratung — und anschliessend die Implementierung weiter unterstützt: Teamaufbau, Quality Gates und Sign-offs, Change-Management und Key-User-Coaching, Testmanagement und Anwenderqualifizierung.
Fünf Wochen Erstmessung, vier Tage Deltamessung — und am Ende ein Starttermin, der sich nicht nur ansetzen, sondern belegen liess. Der Nutzen lag nicht im Termin, sondern in seiner Begründbarkeit.