Z-Punkt – Ihr Partner für Projekt Readines Check

wirth+co
Projektbeispiel
Stand 26. Oktober 2026

Kurzfassung
Ein abgekündigtes ERP machte aus einem strategischen Thema ein akutes. Der Project Readiness Check lief als kurzer Zwischenschritt im laufenden Mandat und brachte vier sehr bodenständige Massnahmen hervor, die den Projektstart trugen.

Steckbrief
Unternehmen: wirth+co — Systemlieferant für Blechverarbeitung und Baugruppenmontage, gegründet 1962, inhabergeführt
Sitz: Buchrain, Kanton Luzern
Mitarbeitende: rund 200
Fertigung: rund 23.000 m² Produktionsfläche an einem Standort
Kundenbranchen: Medizinaltechnik, Maschinenbau, Automotive, Schiene und Rollmaterial
ERP-System: proALPHA
Sponsor: Adrian Steinmann, Kaufmännischer Leiter / CFO
Eingesetzte Instrumente: Organisations- und Prozessanalyse, IT-Architektur und Evaluation, Project Readiness Check und Coaching Implementation
PRC im Mandat: Zwischenschritt zwischen Evaluation und Projektvorbereitung
Umfang PRC: entspricht dem heutigen Paket Small
Durchlaufzeit PRC: rund 4 Tage

Ausgangslage und Leitfragen
Microsoft hatte das eingesetzte ERP abgekündigt. Damit stand nicht nur die Weiterentwicklung zur Disposition, sondern auch Wartung und Performance des laufenden Betriebs — aus einem strategischen Vorhaben wurde ein dringendes.

Dahinter lag eine über Jahre gewachsene Systemlandschaft: CAD, ERP, ein eigenes PPS, Eigenentwicklungen auf Datenbankbasis, dazu Personalzeit- und Betriebsdatenerfassung. Rund siebzehn relevante Schnittstellen verbanden diese Systeme, ohne dass ein Gesamtbebauungsplan existierte.
Gleichzeitig veränderte sich das Geschäft. Der Fokus verschob sich stärker Richtung Montagebetrieb mit vorgelagerter Baugruppenfertigung, und mit Zielbranchen wie Food & Beverage, Pharma und Medizinaltechnik gewannen Zertifizierung, Compliance und durchgängige Datenhaltung an Gewicht.

Z-PUNKT begleitete das Vorhaben über die gesamte Strecke: Organisations- und Prozessanalyse mit Interviews und Begehungen in Auftragsabwicklung, Arbeitsvorbereitung und Produktion, danach IT-Architektur, Evaluation und schliesslich die Projektvorbereitung. Am Übergang von der Anbieterentscheidung zur

Umsetzung stand die Frage, die über den Start entscheidet:
– Kann ein Betrieb dieser Grösse ein ERP-Projekt neben dem Tagesgeschäft führen?
– Welche Voraussetzungen müssten dafür geschaffen werden — und welche davon sind realistisch?
– Was muss vor dem Kick-off stehen, damit die Umsetzung nicht an Grundlagen scheitert?

Der Project Readiness Check
Genau an diesem Übergang setzte der Check an. Er lief als kompakter Zwischenschritt und war in rund vier Tagen abgeschlossen — möglich, weil die Organisation aus der vorangegangenen Analyse bereits im Detail bekannt war.
Bewertungsmodell und Massnahmen-Cluster waren dieselben wie in den heutigen Standardpaketen, auf das Wesentliche verdichtet. Bewertet wurden die vier Dimensionen des Modells: organisatorischer Reifegrad, Klarheit und Scope, Readiness des Projektteams sowie Projektmanagement.
Die Ergebnisse flossen unmittelbar in die Projektvorbereitung ein — Budget- und Scope-Gespräche mit dem gewählten Anbieter, Endredaktion des Lastenhefts, Vertragserstellung und das Setup der Implementierung.

Befunde und Massnahmen
Die Befunde des Checks waren unspektakulär und genau deshalb aussagekräftig. Dem Projektkernteam fehlte ein eigener Arbeitsraum. Projektleitung und Teilprojektleitung waren vollständig im Tagesgeschäft gebunden. Und es fehlten die Mechanismen, mit denen ein Projekt sich selbst steuert.
Bemerkenswert war, was der Check nicht empfahl: die vollständige Freistellung der Schlüsselpersonen. Für einen kostenbewussten Betrieb dieser Grösse war das weder finanzierbar noch realistisch. Empfohlen wurden Teilfreistellungen — genug, um das Projekt zu tragen, wenig genug, um tragbar zu sein.

Der Check mündete in vier Massnahmen:
– Ein fester Projektraum für das Kernteam — eingerichtet und über die gesamte Projektlaufzeit genutzt
– Teilfreistellungen für Projektleitung und Teilprojektleitung
– Risikomanagement und Change-Request-Prozess, beide neu aufgesetzt
– Ein Projekthandbuch, das bereits die Zuständigkeiten für Testorganisation und Anwenderschulung festhielt — Themen, die erfahrungsgemäss spät auffallen und dann teuer werden

Ergebnis und Nutzen
Die Vorbereitung ging nahtlos in die Umsetzung über. Der Projektraum wurde über die gesamte Laufzeit genutzt und wurde zu dem Ort, an dem Projektarbeit tatsächlich stattfand — nicht nebenbei am Arbeitsplatz, sondern mit eigener Adresse im Betrieb.
Dass Test und Anwenderschulung schon im Projekthandbuch verankert waren, zahlte sich im Verlauf aus: Die Organisation konnte beides früh und pragmatisch angehen, mit punktuellem Input von Z-PUNKT, statt es unter Zeitdruck zu improvisieren. Das sind genau die Themen, die nicht auf der IT-Seite liegen und deshalb in ERP-Projekten regelmässig liegen bleiben.

Vier Tage Check, vier Massnahmen — das ist das Verhältnis, das diesen Case ausmacht. Der Project Readiness Check fordert nicht das Ideal, sondern findet das Machbare: ein Raum, ein paar Stellenprozente und drei Routinen, mehr brauchte es nicht, um den Start abzusichern.